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Yogaschule Rolf Heim Sekretariat: Schöneggstr. 15, 9404 Rorschacherberg Telefon/ Fax: 071 855 38 52; E-Mail: rolfheim@yogaschulen.ch Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich Vorträge Archiv |
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Umgang mit Belastungen Das
Leben der meisten Menschen ist ein beständiges Auf und Ab,
vergleichbar mit der Bewegung eines Schiffes auf dem Meer des
Lebens. So wie das Meer selten ganz ruhig ist und dazu noch die
Sonne scheint, so ist auch unsere Stimmungslage selten über lange
Zeit vollkommen ausgeglichen und nur reine Harmonie. Im
Beresinalied heisst es: "Jeder hat etwas auf dem Gleise, das
ihm Kummer macht." Nun gibt es aber manchmal Belastungen im Leben, die sehr schwer sind und über längere Zeit andauern. Das können Verletzungen aus der Kindheit sein, Enttäuschungen aus einer Partnerschaft, schwere gesundheitliche Beschwerden, finanzielle Nöte, Süchte und Leidenschaften, usw. Die Frage stellt sich: "Wie gehe ich mit dieser chronischen Belastung um, damit ich nicht körperlich und seelisch Schaden nehme; mein Leben und vielleicht sogar noch das Leben meiner nächsten Mitmenschen beeinträchtige?" Als Unterstützung in einer solchen Situation gibt es 4 Gedanken, die jeder für sich persönlich einsetzen kann. Bleibt die Belastung bestehen, ist die Inanspruchnahme einer professionellen Hilfe oft unumgänglich. Die erste Hilfe ist, uns zu fragen: "Wer ist betroffen?" Die Antwort lautet: "Ich". Welches Ich? Es gibt mehrere ‚Ich’ in mir. Es gibt ein körperliches, ein verstandesmässiges, ein emotionales, ein geistiges Ich. Das geistige Ich, die geistige Ursache in uns, dieses "Ich bin, der ich bin" bleibt von allem, was geschieht, unberührt. Mit diesem ‚Ich’ können wir uns jederzeit verbinden und finden darin immer wieder neue Kraft.
Dann stellt sich die Frage: "Wann ist die Belastung besonders
gross?" Die Antwort darauf lautet oft: "Immer, wenn ich
daran denke." Der grösste Teil der Sorgen, Ängste, Nöte,
Demütigungen, Verletzungen usw. spielt sich in unserem Verstand
ab. Dies bedeutet, dass die Belastungen während der Arbeit, während
einer Fernsehsendung, einer Beschäftigung, einem Gespräch nicht
vorhanden sind, sondern erst wieder aufkommen, wenn wir uns
gedanklich damit beschäftigen. Yesudian sagte nicht umsonst:
"Lenke dein Bewusstsein, vom Kopf ins Herz. Probleme gibt es
nur im Kopf, im Herzen gibt es keine Probleme."
Dann gibt es Belastungen, die sind eigentlich immer da. Seelische
oder körperliche Schmerzen, Verletzungen, Krankheiten. Da muss
man auch eingestehen können, dass Dieses oder Jenes passiert ist.
Man muss mit seinem inneren Kind Zwiesprache halten und Verständnis
entgegenbringen. Das Leben aber geht weiter! Vergangenes
existiert nicht mehr, Zukünftiges kommt erst. Das einzige, was zählt,
ist die Gegenwart: "Ich bin, der ich bin". Schliesslich geht es auch darum, das viele Gute und Schöne, was wir um uns herum sehen und erleben dürfen, auch in Dankbarkeit anzunehmen. D.h. die Aufmerksamkeit nicht nur auf die negativen, sondern viel mehr auf die positiven Dinge lenken. Wiederum hilft uns der bewusste Umgang mit unseren Gedanken dabei. „Ob Du durchhalten kannst und Dich mit der Kraft Deines innewohnenden Geistes wieder aufrichten, liegt an Dir.“ Unzählige Menschen haben mit ihrem Leben bewiesen, dass dies erreichbar ist. |
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