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Yogaschule Rolf Heim Sekretariat: Schöneggstr. 15, 9404 Rorschacherberg Telefon/ Fax: 071 855 38 52; E-Mail: rolfheim@yogaschulen.ch Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich Vorträge Archiv |
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Vergeistigung Selvarajan
Yesudian sprach oft: „Ich bin Geist, mein Körper ist Geist, ich
vergeistige meinen Körper, ich vergeistige mein Leben.“ Für viele
Menschen ist es schwer, sich darunter etwas vorzustellen. Wir sind es nicht
gewohnt, uns in geistigen, also feistofflichen Dimensionen zu bewegen –
oder etwa doch? Für uns ist die Welt der materiellen Erscheinungen am
realsten. Wenn aber etwas darüber hinaus geht, werden wir schnell skeptisch
oder sogar ablehnend, weil wir damit nicht vertraut sind. Die Physik sagt,
dass alles Energie, alles Schwingung ist. Die Chemie lehrt, dass auch die härteste
Materie im Grunde genommen löcherig wie ein Emmentalerkäse ist. Es ist
alles eine Frage der Betrachtungsweise – mit welchen Sinnen und aufgrund
welcher Erkenntnis etwas betrachtet wird. Wenn
Yesudian empfiehlt, das Leben zu vergeistigen, ist der Eine oder Andere
geneigt, diese Aussage als etwas abgehoben zu betrachten, als „Spirigiri“
oder „Hokuspokus“ abzuwerten. Jedoch, ob wir wollen oder nicht, wir
vergeistigen unser Leben sowieso. Alles was wir tun, hat seinen Ursprung in
den Gedanken. Das bedeutet, selbst alltägliche Dinge wie aufstehen, sich
ankleiden, waschen, Zähne putzen, zur Arbeit gehen oder was auch immer wir
tun, wir stellen es uns zuerst geistig vor und dann setzen wir es in die
Wirklichkeit um. Das ist überhaupt kein mystischer oder esoterischer
Vorgang, sondern alltägliches Leben. Insofern sind wir geistige Wesen, denn
das was man von uns sieht und was wir tun ist nur ein verschwindend kleiner
Teil, vergleichbar mit der Spitze eines Eisberges. Dieses
meist unbewusst ablaufende Leben kann Yesudian nicht gemeint haben. Vielmehr
geht es um das Bewusstsein, dass wir als geistiges Wesen im Körper tätig
sind. Viele Menschen identifizieren sich mit dem Körper und mit der
Materie. In der Materie hat alles seine feste Form und seine Grenzen.
Deshalb sind solche Menschen in der Materie gefangen. Bereits Wünsche, viel
Arbeit, Verliebtheit, Besitz, Genuss, Pflichten und Leidenschaften können
genügen, um materiell ausgerichtet zu sein. Was Yesudian meint ist, dies
alles zu tun, aber aus dem Bewusstsein seines eigenen, geistigen Wesens
heraus zu wirken. Mit
unserem Bewusstsein die Arbeit, den Körper und überhaupt das ganze Leben
zu durchdringen, gleichsam zu transformieren und zu vergeistigen. Wie? Indem
wir aus der Mitte unseres Wesens, aus dem Herzen heraus wirken: „Ich bin
Geist, mein Körper ist Geist, ich vergeistige mein Leben.“ |
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