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Yogaschule Rolf Heim Sekretariat: Schöneggstr. 15, 9404 Rorschacherberg Telefon/ Fax: 071 855 38 52; E-Mail: rolfheim@yogaschulen.ch Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich Vorträge Archiv |
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Osterseminar
in Ponte Tresa Bei
strahlendem Wetter konnten wir diese Ostern wiederum ein sehr schönes
Seminar durchführen. Kursteilnehmer aus der Schweiz, Deutschland und Israel
trugen mit ihrer Anwesenheit wesentlich zur harmonischen Atmosphäre und dem
guten Gelingen dieser Veranstaltung bei. Die Kursteilnehmerin aus Israel,
welche an der Universität Yogalehrer ausbildet, sagte, wie die Menschen
dort die einleitenden Worte: „Es ist alles gut“, verinnerlicht aufnehmen
würden. Wie Sie wissen, führe ich die kurze Versenkung nach dem Erleben
der Einheit und Ruhe manchmal weiter. Wenn wir die Einheit unseres Wesens
und die damit verbundene, innere Ruhe erfahren, fühlen wir in uns tatsächlich,
dass alles gut ist. In der Tiefe unseres Herzens, in der Mitte unseres
Wesens gibt es keine Auseinandersetzung, keine zweifelnden Gedanken, keine
Sorgen und Nöte. Wir
können uns nicht vorstellen, was es bedeutet, in die Stadt zu gehen oder
mit dem Bus dorthin zu fahren und keinen Moment zu wissen, ob man nachher
wieder wohlbehalten nach Hause zurückkehrt. Das gleiche gilt für Familien,
wo der Vater morgens zu Arbeit fährt oder die Kinder zur Schule gehen und
niemand weiss, ob es abends ein Wiedersehen gibt. Diese Menschen sind einem
ungeheuren Druck ausgesetzt und viele können sich nur noch mit beruhigenden
Medikamenten helfen. Es überrascht deshalb nicht, dass sich Yoga in Israel
enorm ausbreitet, denn die Menschen fühlen, dass ihnen mit Yoga eine grosse
Hilfe zur Bewältigung des Alltags zur Verfügung steht. Nebst
den morgendlichen Yoga- und Fragestunden und den abendlichen Meditationen
fanden wiederum drei Nachmittagsveranstaltungen statt. Am ersten Nachmittag
befassten wir uns mit dem Leben und den Lehren von Ramakrishna, der als
einer der grössten Heiligen gilt. Der
zweite Nachmittag war den Märchen und ihrer symbolischen Bedeutung
gewidmet. Interessant ist, wie gewisse Symbole und Sinnbilder seit
Menschengedenken in Erzählungen, Dichtungen, Schauspielen, heiligen
Schriften, Tempeln und Kirchen, aber auch in Träumen immer wieder in
Erscheinung treten. Bilder und Worte lassen sich in unserem Denken und in
unseren Vorstellungen nicht trennen. Deshalb finden wir sie überall und zu
jeder Zeit angewendet. Um diese Symbole ging es also in den Märchen und so
konnten wir uns in unsere Kindheit zurück versetzen und erfahren, was es
bedeutet, wenn sich Dornröschen sticht und das ganze Schloss in einen
hundertjährigen Schlaf verfällt, die Königin das Schneewittchen töten
will oder der Froschkönig der Prinzessin die goldene Kugel aus dem Brunnen
holt. Automatisch tauchten Bilder aus der „unendlichen Geschichte“, der
„Zauberflöte“, aus den Gleichnissen der Bibel oder Bhagavad Gita auf
und Zusammenhänge zeichneten sich immer klarer ab. Bei der dritten Veranstaltung ging es darum, im wunderschönen Park am See in Zurückgezogenheit diese Symbole in sich selbst zu erkennen oder vielleicht sogar eine Geschichte aus dem eigenen Leben zu erleben. Die Erlebnisse dabei waren beeindruckend. So konnten wir gemeinsam mit unseren Kursteilnehmern eine erholsame Woche erleben, um wieder gestärkt den Alltag in Angriff zu nehmen. |
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