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Vorträge Archiv |
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Das Eine, Unbenennbare
Alles, was besteht, ist durchdrungen von diesem
Einen, Unbenennbaren. Wir verwenden dafür verschiedene Namen: Gott,
Heiliger Geist, Prana, Bewusstsein, Brahman usw.. Es ist das alles
durchdringende, alles erfüllende Eine, ewig Seiende, für das es keine
Worte gibt. Man kann es nur im Seinszustand erleben, und dann begegnet
es einem überall: in den leuchtenden Augen des lachenden Kindes, im
warmen Blick des Mitmenschen, in der beglückenden Tätigkeit, in der
Natur. Kurz: überall.
Alles ist erfüllt und durchwoben von diesem Einen,
Unbenennbaren, nach dem wir uns seit jeher sehnen und das wir bewusst
oder unbewusst ständig suchen. Wir suchen diese Erfüllung in der Liebe,
in der Partnerschaft, im Besitz, in Beziehungen, im Alleinsein, in der
Natur, im Buch, in der Musik, überall. Wo wir auch suchen, wir finden es
nicht ausserhalb von uns, sondern nur in uns. Wir finden es in der
Stille unseres Herzens; dort, wo der echte, tiefe, innere Friede ruht.
Dort wo das erweckte Bewusstsein erwacht und wo Patrul Rinpoche sagte:
„Höre auf, es irgendwo zu suchen. Es ist überall!“ - Ein Bauer ging auf
die Weide um seinen Ochsen nach Hause zu holen. Aber er war nicht da. Er
suchte ihn überall. Er hörte ihn muhen, aber wo er auch suchte, er fand
ihn nirgends. Er ging ans Wasser, in den Bambushain, den Wald, auf den
Acker, überall hörte er ihn, fand ihn aber nicht. Schlussendlich, es war
unterdessen schon längst dunkel geworden, ging er erschöpft nach Hause.
Was fand er dort? Den Ochsen, der schon lange im Stall stand und den er
von dort aus immer muhen gehört hatte. |
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Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat,
Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail:
rolfheim@yogaschulen.ch,
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