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Vorträge Archiv |
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Osterseminar in Ponte Tresa
Bei strahlendem Wetter konnten wir diese Ostern
wiederum ein sehr schönes Seminar durchführen. Kursteilnehmer aus der
Schweiz, Deutschland und Israel trugen mit ihrer Anwesenheit wesentlich
zur harmonischen Atmosphäre und dem guten Gelingen dieser Veranstaltung
bei. Die Kursteilnehmerin aus Israel, welche an der Universität
Yogalehrer ausbildet, sagte, wie die Menschen dort die einleitenden
Worte: „Es ist alles gut“, verinnerlicht aufnehmen würden. Wie Sie
wissen, führe ich die kurze Versenkung nach dem Erleben der Einheit und
Ruhe manchmal weiter. Wenn wir die Einheit unseres Wesens und die damit
verbundene, innere Ruhe erfahren, fühlen wir in uns tatsächlich, dass
alles gut ist. In der Tiefe unseres Herzens, in der Mitte unseres Wesens
gibt es keine Auseinandersetzung, keine zweifelnden Gedanken, keine
Sorgen und Nöte.
Wir können uns nicht vorstellen, was es bedeutet, in
die Stadt zu gehen oder mit dem Bus dorthin zu fahren und keinen Moment
zu wissen, ob man nachher wieder wohlbehalten nach Hause zurückkehrt.
Das gleiche gilt für Familien, wo der Vater morgens zu Arbeit fährt oder
die Kinder zur Schule gehen und niemand weiss, ob es abends ein
Wiedersehen gibt. Diese Menschen sind einem ungeheuren Druck ausgesetzt
und viele können sich nur noch mit beruhigenden Medikamenten helfen. Es
überrascht deshalb nicht, dass sich Yoga in Israel enorm ausbreitet,
denn die Menschen fühlen, dass ihnen mit Yoga eine grosse Hilfe zur
Bewältigung des Alltags zur Verfügung steht.
Nebst den morgendlichen Yoga- und Fragestunden und
den abendlichen Meditationen fanden wiederum drei
Nachmittagsveranstaltungen statt. Am ersten Nachmittag befassten wir uns
mit dem Leben und den Lehren von Ramakrishna, der als einer der grössten
Heiligen gilt.
Der zweite Nachmittag war den Märchen und ihrer
symbolischen Bedeutung gewidmet. Interessant ist, wie gewisse Symbole
und Sinnbilder seit Menschengedenken in Erzählungen, Dichtungen,
Schauspielen, heiligen Schriften, Tempeln und Kirchen, aber auch in
Träumen immer wieder in Erscheinung treten. Bilder und Worte lassen sich
in unserem Denken und in unseren Vorstellungen nicht trennen. Deshalb
finden wir sie überall und zu jeder Zeit angewendet. Um diese Symbole
ging es also in den Märchen und so konnten wir uns in unsere Kindheit
zurück versetzen und erfahren, was es bedeutet, wenn sich Dornröschen
sticht und das ganze Schloss in einen hundertjährigen Schlaf verfällt,
die Königin das Schneewittchen töten will oder der Froschkönig der
Prinzessin die goldene Kugel aus dem Brunnen holt. Automatisch tauchten
Bilder aus der „unendlichen Geschichte“, der „Zauberflöte“, aus den
Gleichnissen der Bibel oder Bhagavad Gita auf und Zusammenhänge
zeichneten sich immer klarer ab. Bei der dritten Veranstaltung ging es darum, im wunderschönen Park am See in Zurückgezogenheit diese Symbole in sich selbst zu erkennen oder vielleicht sogar eine Geschichte aus dem eigenen Leben zu erleben. Die Erlebnisse dabei waren beeindruckend. So konnten wir gemeinsam mit unseren Kursteilnehmern eine erholsame Woche erleben, um wieder gestärkt den Alltag in Angriff zu nehmen. |
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Yoga-Schule Rolf Heim, Sekretariat,
Schöneggstr. 15, CH-9404 Rorschacherberg, Mail:
rolfheim@yogaschulen.ch,
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